Hast du in letzter Zeit ähnliche Beiträge gesehen: „Er hat mich letzte Nacht gefesselt, es war so aufregend.“
Und dann fragst du dich: Mich fesseln? Wie funktioniert das genau? Tut es weh? Wird es peinlich?
Ich möchte es ausprobieren, aber ich habe Angst, etwas falsch zu machen, eine unangenehme Stille zu verursachen und uns beide in Verlegenheit zu bringen.
Mach dir nicht so viele Gedanken. Heute erklären wir dir alles über Bondage-Spiele – was es ist, warum es so beliebt ist und wie man es sicher praktiziert.
Keine kryptischen Andeutungen, kein Herumgerede, sondern direkt zur Sache.

1 Zunächst einmal: Bondage ist nicht „schändlich“ oder „pervers“, sondern eine Form intimer Kunst.
Viele Menschen denken bei dem Wort SM sofort an Peitschen, Kerzen und Fesselspiele.
Solche Szenarien gibt es zwar, aber bei Bondage geht es im Kern um Folgendes:
Bondage nutzt Fesselung, um Vertrauen aufzubauen, die Sinne zu schärfen und die emotionale Verbindung zu stärken.
Einfach ausgedrückt: Es „fesselt“ die Partner nicht, sondern vertieft die Intimität.
Gängige Begriffe der Branche:
- Seilfesselung: Einschränkung der Bewegungsfreiheit durch Seile, Bänder, Handschellen usw.
- Rigger: Die Person, die die Seile anlegt und handhabt.
- Bunny: Der/Die unterwürfige Partner/in, der/die das Fesseln genießt.
Bondage kann einfach bedeuten:
- Sanftes Fesseln der Handgelenke, um ein Gefühl der Kontrolle zu erzeugen.
Es kann auch bedeuten:
- Shibari (Schildpattfesselung) betont Körperlinien, Seilmuster und Körperhaltungen und eignet sich daher perfekt für künstlerische Fotografie.
Es kann anregend oder sanft sein.
2 Warum fühlen sich immer mehr Menschen zum Bondage hingezogen?
Man könnte fragen: „Ist es nicht unangenehm, gefesselt zu sein? Warum genießen es manche Menschen?“
Um es klar zu sagen: Der Reiz von Bondage-Spielen geht weit über „Sexspielzeug“ hinaus und umfasst auch …
- Gefühl von Kontrolle und Vertrauen: Wer gefesselt ist, gibt die Kontrolle ab und erlebt ein Gefühl der Ohnmacht, erfährt aber gleichzeitig Geborgenheit. Fesselnde hingegen haben die Möglichkeit, Fürsorge und Führung zu demonstrieren, was zu maximaler Sicherheit und einem Gefühl der Erfüllung führt!
- Verstärkte Sinne: Gefesselt kann die Empfindlichkeit des Körpers gegenüber Berührungen und Geräuschen deutlich gesteigert sein, und selbst die leichteste Berührung löst eine starke Reaktion aus.
- Ästhetischer Genuss: Japanisches Shibari, Schildpattknoten und andere Knotentechniken sind Kunst für sich. Perfekt zum Fotografieren und Posten in sozialen Medien – sie verströmen eine künstlerische Aura.
- Psychische Heilung: „Eingeschränkt zu sein“ kann manchmal eine Form der Befreiung sein, ein Loslassen von Druck und Verantwortung, ähnlich wie die Rückkehr in den Zustand der Geborgenheit und des Schutzes in der Kindheit.
Studien haben gezeigt, dass ein bewusstes Setzen von Grenzen Paaren helfen kann, ihre Beziehung zu stärken und Streitigkeiten zu reduzieren.

3 Spielen ist schön, aber Sicherheit hat oberste Priorität: Drei Bindungsprinzipien
Denk immer daran: Spaß basiert auf Sicherheit und Respekt.
SSC-Prinzip:
- Sicher: Kein Schaden, kein Risiko
- Vernünftig: Sei geistig gesund; vermeide Alkohol oder Beeinträchtigungen.
- Einvernehmlich: Beide Parteien sind einverstanden, und der Vorgang kann jederzeit abgebrochen werden.
Die Verwendung von Sicherheitswörtern ist unerlässlich; sie wirken wie ein Not-Aus-Knopf. Verwenden Sie zum Beispiel Sicherheitswörter wie „Rotlicht“, „Gelblicht“ oder lustige Wörter wie „Wassermelone“ oder „Krebs“, um alle Aktivitäten sofort zu beenden!
Zum Beispiel: „Rotlicht = Stopp“, „Gelblicht = Langsamer“, „Grünlicht = Weiter“.
Kommunikation ist unerlässlich, bevor eine Bindungsvereinbarung getroffen wird.
- Welche Körperteile können gefesselt werden? Welche auf keinen Fall?
- Intensität? Dauer? Ist die Atmosphäre eher sanft oder provokativ?
- Hast du alte körperliche Verletzungen? Irgendwelche psychischen Trigger?
Kommunikation bedeutet nicht, den Spaß zu verderben, sondern ihn gar nicht erst verderben zu lassen.
4 Vier anfängerfreundliche Bondage-Techniken
1) Seidentuch/weiches Seil um die Hand binden
Ein weiches Seidentuch um die Handgelenke zu binden ist sicher und angenehm und birgt kein Verletzungsrisiko. Es erzeugt auf einfache Weise ein Gefühl der Kontrolle, ist unkompliziert und leicht zu entfernen und eignet sich für Anfänger.
2) Augenmaske + leichte Fesselung
Mit verbundenen Augen und gefesselter Hand/Bein steigt das Gefühl des Unbekannten enorm an und sorgt für Spannung und Aufregung!
(Unterschätzen Sie die Wirkung der Augenbinde nicht; durch den Verlust der Sinne erhöht sich Ihre Tastempfindlichkeit um ein Vielfaches!)
3) Erotische Handschellen/weiche Seilfesseln
Diese speziell für Anfänger entwickelten „Spaß-Handschellen“ sind mit weichen, hautfreundlichen Bezügen versehen. Fesselt eure Hände und Füße, probiert verschiedene Stellungen aus und erlebt die neue Erfahrung, „dominiert“ zu werden.
4) Ästhetische Fotografie mit Seilknoten
Wenn ihr beide gerne fotografiert, probiert japanisches Shibari aus (ich empfehle die klassische „Schildkrötenfesselung“). Sucht euch vorher online ein paar einfache Anleitungen, übt langsam und achtet auf eure Sicherheit!

5 Wie wählt und verwendet man die Fesselhilfen?
Die wichtigsten Punkte in vier Sätzen:
- Verwenden Sie ein spezielles Baumwoll-/Seidenseil; verwenden Sie keine Elektrokabel, Nylonseile oder dünne Riemen als Behelfslösung.
- Halten Sie immer eine Schere griffbereit, um die Fessel bei Bedarf schnell zu lösen.
- Binden Sie die Fessel nicht um Ihren Hals. Achten Sie darauf, dass Ihre Atmung nicht eingeschränkt wird.
- Überprüfen Sie alle 10 Minuten die Durchblutung: Lindern Sie sofort Symptome wie Rötung der Haut, Taubheitsgefühl oder Schwellung.
Um die sensorische Stimulation zu verstärken, können Sie Folgendes verwenden:
- Federstab / Massageöl / Paddel
- Verbinden Sie Berührung, Emotionen und Vorfreude.
6 Die Nachsorge ist entscheidend
„Direkt nach dem Spielen einschlafen? Nein, nein, nein!“
Die Nachsorge ist ein echter Gewinn!
- Geben Sie Ihrem Kind ein Glas Wasser, wischen Sie ihm den Schweiß ab, umarmen Sie es und sprechen Sie darüber, wie es sich gefühlt hat.
- Sollten körperliche Beschwerden wie Rötungen, Blutergüsse oder Krämpfe auftreten, behandeln Sie diese umgehend.
- Es ist außerdem wichtig, psychologische Unterstützung und Bestätigung zu bieten, damit sich beide Partner nach dem emotionalen Höhepunkt beruhigen können.
Die sanfte Nachsorge – sie ist Ausdruck von Vertrauen und Nähe.

7 Drei häufige Missverständnisse – räumen Sie sofort damit auf!
F: Ist Bondage dasselbe wie „Gewalt“ oder „Perversion“?
A: Auf keinen Fall! BDSM steht für Freiwilligkeit, informierte Zustimmung und rationales Erkunden – es hat absolut nichts mit „Gewalt“ zu tun.
F: Besteht beim Bondage eine Gefahr?
A: Solange die Sicherheitsregeln strikt eingehalten, Grenzen klar definiert und regelmäßige Kontrollen durchgeführt werden, ist das Risiko extrem gering. Die meisten Unfälle passieren, weil man „leichtsinnig spielt und die Regeln nicht kennt!“
F: Was soll ich tun, wenn ich Angst habe, dass mein Partner/meine Partnerin mich auslacht?
A: Viele Menschen sind neugierig auf neue Spielweisen, sprechen aber nicht darüber. Wenn Sie ehrlich sind und Ihr Interesse bekunden, fällt es Ihnen leichter, eine Verbindung herzustellen, und vielleicht erleben Sie sogar unerwartete Überraschungen!
8 Bondage ist eine geheime Sprache zwischen zwei Menschen.
Jede intime Beziehung hat ihren eigenen Rhythmus und ihre eigene Art der Erkundung.
Bondage hat nichts mit Sensationsgier oder moralischen Fragen zu tun; es ist einfach ein anderer, tieferer Ausdruck von Intimität.
Beide sind bereit, sich hinzugeben und einander aufzufangen.
Es gibt nur eine Grundvoraussetzung: Sicherheit, Vernunft und gegenseitiges Einverständnis.
Wenn ihr es wagt, zu sprechen, zu fühlen, zu erkunden –
wird die Beziehung mehr als nur intim; sie wird tiefgründig, stabil, authentisch und verbunden.