In BDSM ist es nicht so einfach, eine schwarze Lederjacke anzuziehen und sich ein paar Accessoires zu schnappen, um „dominant“ oder „submissiv“ zu werden. Wahre D/S (Dominanz & Submission) ist vielmehr eine psychologische Dynamik zwischen zwei Menschen: Führen und Folgen; Macht geben und Vertrauen schenken.
Dieser Artikel erklärt, wie man das konkret umsetzt.
Es ist keine Mystik, keine Sammlung von Tricks und auch keine dieser unverständlichen „Aura-Tutorials“ im Internet.
Wir werden Dominanz und Submissivität in verschiedene, praktische Aspekte unterteilen:
- Was ist ihr wahres Wesen?
- Wie man Dominanz aufbaut (ohne dabei streng zu sein oder die Rolle des „Chefs“ zu spielen)
- Wichtige Gewohnheiten exzellenter Dominanter
- Die Denkweise und Ausdrucksweise exzellenter Submissiver
- Und welche Unterschiede gibt es im Umgang mit Männern und Frauen?
Einfach ausgedrückt:
Es geht hier nicht darum, Ihnen beizubringen, jemanden zu „überwältigen“, sondern vielmehr darum, Ihnen zu zeigen, wie Sie einen Machtaustausch mit Ihrem Partner gestalten.
Bereit? Beginnen wir mit der Frage: „Was genau sind Dominanz und Unterwerfung?“

Das Wesen von Dominanz und Unterwerfung im BDSM
Im BDSM scheinen Dominanz und Unterwerfung Gegensätze zu sein – einer kontrolliert, der andere gehorcht. Doch die Wahrheit ist nicht: „Du bist stark, ich bin schwach.“ Treffender ist es eine kooperative Struktur, in der beide Partner zustimmen, sich vorbereiten, gemeinsam aktiv werden und sich gegenseitig einbringen. Wenn Sie D/S als ein antagonistisches Verhältnis betrachten, sind Sie hier falsch.
Woher kommt die Macht des/der Führenden?
Sie wurde nicht herausgeschrien oder „erzwungen“ – sie entsprang einem Verantwortungsgefühl.
Wenn Sie bereit sind, die Führung zu übernehmen, und der andere bereit ist zu folgen, ist dieser Austausch selbst eine Form des Vertrauens.
Der Kern von D/S ist nicht die physische Dominanz, sondern die gegenseitige Übereinkunft, vorübergehend Macht abzugeben.
- Der/Die Dominante übernimmt die Kontrolle.
- Der/Die Submissive schafft Raum, die Kontrolle loszulassen und sich ganz dem Erlebnis hinzugeben.
Beide Partner sind in diesem dynamischen Gleichgewicht zufrieden; es ist kein einseitiges Opfer.
All dies basiert natürlich auf drei Worten: Sicherheit, Einvernehmen und Kommunikation.
Ob man SSC oder RACK bevorzugt, im Kern geht es um einen Satz:
Spiel ist erlaubt; Rücksichtslosigkeit nicht.
Deshalb gelten Sicherheitsregeln, Sicherheitssignale und die Kommunikation an den Grenzen als Standard.
Sie stören die Atmosphäre nicht, sondern machen sie wertvoll.
Psychologisch gesehen erfüllen Dominanz und Unterwerfung unterschiedliche Bedürfnisse:
Manche fühlen sich in einer Führungsposition sicher;
Manche finden Freiheit in der Hingabe.
Die Nachsorge ist wichtig, denn D/S ist kein „Fertigmachen und dann weggehen“-Modell, sondern ein vollständiger emotionaler Zyklus.
Anders ausgedrückt: Im Kern geht es bei D/s nicht um „Ich befehle, du gehorchst“.
Es bedeutet vielmehr: „Lass uns eine Machtstruktur einführen, die beide Seiten akzeptieren.“
Klingt das wie ein Spiel?
In gewisser Weise ja.
Aber es ist ein Spiel, bei dem zwei Menschen sich vertrauensvoll und einvernehmlich darauf einlassen.

Wie man im BDSM dominiert
Im BDSM geht es bei wahrer Dominanz nicht darum, den anderen festzuhalten, ihn anzuschreien oder große Bewegungen zu machen. Das bedeutet Kontrollverlust.
Die Kernelemente, die uns leiten, sind stets Psychologie, Sprache und Rhythmus.
Wenn du diese drei Aspekte beherrschst, bist du die mächtigste Person in der Szene – selbst wenn du keinen einzigen Finger rührst.
1. Definiere zunächst den Rahmen: Was spielt ihr, wie spielt ihr und in welcher Phase befindet ihr euch?
Um die Führung zu übernehmen, musst du zunächst den Umfang deiner Kontrolle verstehen.
Das ist keine Romantik, sondern eine grundlegende Fähigkeit.
Du musst verstehen:
- Was sind die festen Grenzen des anderen (die niemals überschritten werden dürfen)?
- Was ist die weiche Grenze (die darüber entscheidet, ob das Spiel fortgesetzt werden kann)?
- Welche Gefühle wünscht sich der andere (Demütigung? Führung? Kontrolle? Bestätigung?)?
- Was sind Safewords (man muss wissen, wann man aufhören muss)?
Führen bedeutet nicht, sich treiben zu lassen; es bedeutet, „zu wissen, dass man eine Erfahrung lenkt, der beide Parteien zugestimmt haben“.
2. Psychologische Kontrolle hat Vorrang vor physischer Kontrolle.
Die eigene Ausstrahlung zu dominieren, bedeutet nicht, zu schreien, sondern was man sagt, wie man es sagt und wann man es sagt.
Sprache kann die wichtigste Waffe sein:
- Klare Anweisungen
- Kurze Hinweise
- Rhythmische Führung
- Pause, warten, Blickkontakt halten
Diese sind wirkungsvoller als jede „grobe“ Methode.
Ein langsames, stetiges „Gut. Jetzt stillhalten.“
Es ist effektiver, die andere Partei in die Rolle zu bringen, als Gewalt anzuwenden.
3. Den Rhythmus kontrollieren – das ist der größte Unterschied zwischen Dominanz und „gewalttätigem“ Spiel.
Eine wahre Führungskraft weiß immer, wann sie schnell, wann sie langsam und wann sie aufhören muss.
Du musst die Reaktion lesen:
- Die Atmung wird schneller.
- Muskelanspannung.
- Vermeidet Augenkontakt oder konzentriert sich stärker.
- Dein Körper folgt deinem Rhythmus.
Wenn du diese Reaktionen verstehst, kannst du den Verlauf steuern.
Den Verlauf steuern bedeutet, die Erfahrung zu steuern.
Keine Eile, kein Chaos, keine unnötige Intensität – das ist die Macht eines Dominanten.

4. Verbale Signale sind deine präziseste Waffe.
Du musst nicht laut sprechen. Du musst nur deutlich sein.
Um die andere Person in einen Zustand der Unterwerfung zu versetzen, verwende einen ruhigen Ton und klare Anweisungen.
Zum Beispiel:
- Knie dich hin.
- „Sieh mich an.“
- „Antworte mir.“
- „Halte diese Position.“
Direkt, prägnant und ohne Erklärungen – das ist der Kern dominanter Sprache.
5. Du musst der anderen Person zeigen, dass du die Führung übernimmst und sie nicht einfach machen lässt, was sie will.
Dominanz bedeutet nicht Wildheit, sondern eine stabile Ausstrahlung.
Die andere Person muss Ihre Präsenz spüren:
„Ich kann Ihnen folgen, weil Sie wissen, was Sie tun.“
Dies erreichen Sie durch:
- Ruhige Stimme
- Gelassenheit
- Beständiges Verhalten
- Kontinuierliche Aufmerksamkeit
Dominanz bedeutet nicht, sich durchsetzungsstark zu verhalten, sondern die verlässlichste Person in der jeweiligen Situation zu werden.
6. Rhythmus + Psychologie + Sprache = Wahre Dominanz
Gewalt führt nur dazu, dass Menschen den Fokus verlieren und sogar Vertrauen zerstören.
Wenn Sie den Rhythmus beherrschen, die Psychologie verstehen und Sprache effektiv einsetzen, wird sich die andere Person bereitwillig Ihrer Kontrolle unterwerfen.
Das ist wahre D/s-Dominanz.
Es geht nicht um Unterdrückung, sondern um Führung.
Es geht nicht um Grobheit, sondern um Präzision.
Es ist nicht Chaos, sondern Struktur.

Wie man ein guter Dominanter im BDSM wird
Um eine gute Führungskraft zu sein, reicht es nicht, eine starke Präsenz zu haben oder nur ein paar Kommandos zu kennen. Ein exzellenter Dom (Dominanter) ist im Wesentlichen eine stabile, verlässliche, kommunikative und grenzenbewusste Person. Ihr Ziel ist es nicht, die andere Person zu überfordern, sondern sie in das gemeinsam gestaltete Szenario zu führen.
Im Folgenden finden Sie die Kernkompetenzen, um eine wirklich exzellente Führungskraft zu werden: direkt, handlungsorientiert, mentorhaft, aber nicht wortreich.
1. Kommunikation ist Ihre wichtigste Fähigkeit.
Ein guter Dom rät niemals.
Sie müssen die Initiative ergreifen, Fragen stellen, Dinge bestätigen und zuhören.
Sie müssen klarstellen:
- Was ist für die andere Person akzeptabel?
- Was ist absolut inakzeptabel?
- Was sind die emotionalen Trigger?
- Wie möchte die andere Person geführt werden?
Ohne Kommunikation sind Sie kein Dom – Sie stellen ein Risiko dar.
2. Grenzen klar setzen – auch deine eigenen.
Viele fragen nur nach den absoluten Grenzen des Subs, sprechen aber nicht über ihre eigenen.
Ein gefestigter Dom muss seinem Partner sagen:
„Was darf ich tun, was nicht, und wie weit gehe ich?“
Je klarer deine Grenzen, desto stabiler die Situation.
Unklarheit ist ein Zeichen für einen unreifen Dom.
3. Vertrauen aufbauen – Das ist die wahre Macht der Dominanz
Dominanz bedeutet nicht „Unterdrücken“, sondern „Führen“.
Wenn dein Gegenüber dir nicht vertraut, kannst du nichts kontrollieren.
Vertrauen aufbauen ist einfach:
- Sei konsequent in deinen Anweisungen und vermeide Unbeständigkeit.
- Sei emotional stabil und behalte die Kontrolle.
- Übernimm Verantwortung für dein Handeln und handle nicht leichtsinnig.
- Halte dein Wort und vermeide unerwartete Überraschungen.
Deine Stabilität entscheidet darüber, ob dein Gegenüber bereit ist, sich zu öffnen.
4. Verwenden Sie vereinbarte Formulierungen anstelle unangebrachter abwertender Bemerkungen.
Ein guter Dom verwendet keine beleidigende Sprache.
Demütigung ist akzeptabel, solange sie von beiden Parteien einvernehmlich ist.
Unerlaubte, bösartige Worte sind kein „Training“, sondern schädlich.
So gehen Sie vor:
- Besprechen Sie akzeptable Anredeformen.
- Finden Sie heraus, welche Wörter in Ihrem Kontext angemessen sind.
- Unterscheiden Sie zwischen Rollenspiel und Realität.
Kontrolliertes, bewusstes Verhalten ist eine Schlüsseleigenschaft eines Doms.

5. Sie befinden sich in einer Führungsposition, haben aber nicht die absolute Kontrolle über alles.
Lebenskontrolle, Verhaltensnormen, Gehorsamstraining – all das kann spielerisch gestaltet werden.
Es muss jedoch auf Folgendem basieren:
Führen, nicht Macht ergreifen.
Sie können die Regeln festlegen, aber Sie können nicht das Leben eines anderen leben.
Ein guter Dom weiß stets, wie er angemessene Grenzen wahrt.
6. Bestrafungen, Aufgaben und Demütigungen müssen innerhalb der vereinbarten Grenzen stattfinden.
Bestrafung dient nicht dazu, Wut abzulassen.
Demütigung ist keine Beleidigung.
Die Aufgabe ist keine Folter.
All dies muss:
- vorher besprochen werden
- innerhalb akzeptabler Grenzen liegen
- in einem konkreten Szenario stattfinden
- unter dem Schutz vertraulicher Worte durchgeführt werden
Sobald die Grenze überschritten wird, ist D/S kein einvernehmliches Spiel mehr.
7. Nachsorge ist obligatorisch, nicht optional.
Du kannst stark, kalt, befehlend und kontrollierend sein –
aber danach musst du die andere Person wieder in die Realität zurückführen.
Nachsorge gehört zu deiner Verantwortung:
- Körperliches Wohlbefinden
- Emotionale Stabilität
- Bestätigung und Feedback
- Schritte zur Rückkehr in die Realität
Ein Dom, der dies ignoriert, ist kein kompetenter Dom.
8. Merke: Dominanz ≠ Aggression
Schreien, Gewalt, Chaos, emotionale Schwankungen und Kontrollsucht sind keine Formen der Dominanz.
Ein wahrer Dom ist ruhig, besonnen, strukturiert und verantwortungsbewusst.
Du gewinnst die Bereitschaft deines Gegenübers zur Unterwerfung nicht durch Rücksichtslosigkeit,
sondern weil du es verdienst, die Kontrolle abzugeben.

Wie man ein guter Sub im BDSM wird
Ein guter Sub zu sein bedeutet nicht, „schwach“ zu sein oder sich „aufzugeben“. Wahre Hingabe ist eine bewusste Entscheidung, eine partnerschaftliche Beziehung, die auf Offenheit, Kommunikation und Vertrauen basiert. Im Folgenden finden Sie die praktischsten und direktesten Richtlinien.
1. Verstehen Sie Folgendes: Hingabe ist nicht passiv, sondern ein aktiver Prozess.
Ein guter Sub muss genau wissen, was er will, was er akzeptiert und was er absolut nicht anfassen wird.
Je klarer Sie sich darüber sind, desto sicherer und selbstsicherer kann Ihr Dom Sie führen.
2. Setzen Sie klare Grenzen; verheimlichen Sie nichts und verlassen Sie sich nicht auf Vermutungen.
Bevor Sie beginnen, müssen Sie drei Dinge ganz klar festlegen:
- Ihre harten Grenzen (absolut nicht)
- Ihre weichen Grenzen (können in bestimmten Situationen, aber langsam angewendet werden)
- Ihr Safeword muss laut ausgesprochen werden, und Sie müssen sich sicher sein, dass Sie sich auch trauen, es zu benutzen.
Ein guter Sub akzeptiert nicht alles, sondern drückt klar aus, was akzeptabel ist und was nicht.
3. Deine Kommunikationsfähigkeit ist entscheidend für die Dynamik.
Ein guter Sub schweigt nicht und unterwirft sich auch nicht; er drückt sich aus.
- Wie fühle ich mich heute?
- „Diese Stärke ist akzeptabel.“
- „Ich fühle mich in dieser Situation langsam unwohl.“
- „Ich möchte einen Schritt weitergehen.“
Kommunikation schafft Sicherheit und macht den Dom verlässlicher und präziser.

4. Vertrauen ist das erste Geschenk.
Du kannst dich vor dem Dom entspannen.
Dieses Vertrauen ist jedoch nicht blind; es basiert auf:
- Stabilität des Doms
- Respektiert deine Grenzen
- Emotionale Fürsorge nach dem Training
Erst wenn all diese Voraussetzungen erfüllt sind, kannst du dich wirklich hingeben, anstatt es nur vorzutäuschen.
5. Achte aktiv auf deine Rolle, aber verliere dich nicht selbst.
Ausgezeichnete Subs werden:
- Sich strikt an die vereinbarten Regeln halten (Tagesablauf, Anredeformen, Etikette usw.).
- Die Hingabe durch Feedback, Berichte oder bestimmte Gewohnheiten stärken.
- Während des Trainings konzentriert bleiben; Herumalbern oder oberflächliches Verhalten vermeiden.
Es wird aber auch klar unterschieden:
- Die Identität im BDSM
- Das eigene Ich im Alltag
Du gehörst nicht dem DOM; du entscheidest dich dafür, dass er die Erfahrung führt.
6. Lernen, während des Trainings eine stabile Einstellung zu bewahren, anstatt sich zum Ertragen zu zwingen.
Schmerz, Demütigung und sensorische Stimulation können zu emotionalen Schwankungen führen.
Ein guter Sub wird:
- Atem und Rhythmus nutzen, um ruhig zu bleiben.
- Sich aktiv daran erinnern: „Ich bin in Sicherheit, ich bin in meiner Rolle.“
- Bei Bedarf ein Safeword verwenden, um die Situation zu beenden, anstatt sich selbst leiden zu lassen, bis man zusammenbricht.
„Ich kann aufhören“ ist gesünder als „Ich kann es aushalten“.
7. Auch für die Nachsorge ist deine Mitwirkung wichtig.
Darüber kann nicht allein der Dom die Verantwortung tragen.
Du solltest außerdem:
- Deine Gefühle nach dem Training aktiv äußern.
- Dem Dom mitteilen, welche Teile des Prozesses dir besonders angenehm oder unangenehm sind.
- Ihm sagen, wie er beim nächsten Mal stabiler und gründlicher vorgehen kann.
Gute Subs können einem Dom helfen, ein besserer Dom zu werden.

Unterschiede in der männlichen/weiblichen Dominanz im BDSM
Das Geschlecht bestimmt nicht, wer „mächtiger“ ist, beeinflusst aber die Art und Weise, wie Macht ausgeübt wird.
Der Grundsatz lautet stets: Psychische Interaktion > Körperliche Stärke.
Der folgende Vergleich hilft, die häufigsten Unterschiede zwischen den beiden Rollen zu verstehen.
1. Unterschiede in den Verhaltensmustern
| Rolle | Präsentation des gemeinsamen Verhaltens | Wie sie Macht ausüben |
| Dominanter Mann (Dom) | Direktere Anweisungen, klare Regeln und Kontrolle des Tempos | Autorität aufbauen durch Struktur, Rahmen und Handeln |
| Dominante Frauen (Dommes) | Verstärkter Einsatz von Sprache, Suggestion und psychischem Druck | Sie verstärken die Spannungen oft durch emotionale Kontrolle und psychologische Manipulation. |
2. Unterschiede in der psychologischen Motivation
| Rolle | Typische Antriebskraft |
| Dom | Ein Gefühl der Verantwortung, des Beschützerinstinkts und das Erfolgserlebnis, die Kontrolle über das Erlebnis zu übernehmen. |
| Domina | Selbstausdruck, das Überwinden stereotypischer Geschlechterrollen und das Genießen des Machtgefühls, das mit psychologischer Dominanz einhergeht. |
3. Unterschiede in der sozialen Kognition
| Rolle | Wie sehen Außenstehende das? |
| Dom (männlich) | Von der Kultur leichter akzeptiert; „Dominanz“ wird als Standardoption betrachtet. |
| Domina (weiblich) | Es ist nach wie vor mit Vorurteilen konfrontiert; seine Sichtbarkeit nimmt jedoch im modernen Kontext rasant zu. |
4. Der wahre Unterschied im Machtverhältnis
Ob Dom oder Domme:
- Keiner von beiden erlangt Kontrolle durch körperliche Stärke.
- Alle benötigen die Hingabe, Reaktion und das Vertrauen des Subs, um den Machtzyklus zu vollenden.
- Dominanz ist interaktiv, keine einseitige Angelegenheit.
Geschlechterunterschiede sind lediglich unterschiedliche Stile, keine Unterschiede in den Fähigkeiten.

Der Kern von Dominanz und Unterwerfung ist Konsens.
Letztendlich geht es bei BDSM nicht um Sieg oder Niederlage, auch nicht darum, wer stärker oder rücksichtsloser ist.
Es ist eher eine gemeinsame Reise: Du bestimmst die Richtung, ich das Tempo; du gibst die Macht, ich die Reaktion.
Dominanz ist kein Akt der Einsamkeit, und Unterwerfung ist kein Opfer.
Der Kern von BDSM liegt darin, dass zwei Erwachsene sich klar einig sind, zustimmen und einwilligen und dann gemeinsam daran arbeiten, die Erfahrung zu vertiefen.
Ohne Kommunikation, Vertrauen und ein gemeinsames Spiel ist es kein BDSM, sondern ein Rezept für eine Katastrophe.
Denken Sie also an diese einfache Wahrheit:
Der Machtaustausch ist eine Angelegenheit zwischen zwei Menschen. Dominanz und Unterwerfung müssen einvernehmlich sein und von beiden Partnern gemeinsam gestaltet werden – nur dann kann es lustvoll, sicher und authentisch sein.